Nachdem ich dieses Jahr meinen lang gehegten Traum verwirklicht habe und (als Ex-Windsurfer) Kitesurfen gelernt habe, stellte sich im Herbst die Frage, wohin vor der Kälte flüchten, wo man noch gut kiten kann. Weite Flüge wie z.B. Südafrika, Hawai, Karibik etc. wollte ich weder meinem Geldbörsel noch der Umwelt zumuten, nahe Destinationen wie Sizilien oder Griechenland schienen aber Ende November von den Temperaturen zu ähnlich der heimatlichen Situation, in der ich mich 2 Wochen zuvor bereits verkühlt hatte nach einer herbstlichen Session am Neusiedler See bei 8° Luft- und ähnlicher Wassertemperatur. Also stieß ich bei meinen Recherchen schon bald auf die goldene Mitte: Dakhla.
Als ich dann noch die Heliophora Ecolodge im Internet entdeckte, gab es kein Halten mehr. Heliophora liegt abseits vom Kite-hotspot, in der Nähe von El Argoub; Unterbringung in traditionellen Lehmhütten; gegründet und betrieben vom ersten Dakhla-Kite-Pionier Rachid Roussafi. Um es kurz zu machen, die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht:
Pros:
- Hervorragende Küche
- Landschaftlich schön (Wüste), ruhig, authentisch, Wildtiere
- Naturnahes Wohnen, gutes Raumklima, gute (moderne) Betten
- Gut bestückter Materialverleih, nicht der allerneuste Schnickschnack, aber alles Wichtige vorhanden inkl. windsurf, SUP
- Persönliche Betreuung durch Rachid, zumindest wenn mehrere Gäste vor Ort sind
- Unendlich viel Platz am Wasser
- Rescue-service
Cons:
- Sanitärbereich in den Wohnhütten ist eine Fehlkonstruktion (Wasser fließt nicht ab), dadurch potentiell Hygieneprobleme, speziell bei Wunden an den Füßen, non-fixable
- Wenn man ohne eigenes Auto dort ist, kann man sich etwas festgenagelt fühlen. Rachid organisiert ab und zu Fahrten zu anderen Spots, ist aber abhängig von der Anzahl an Gästen und anderen Faktoren.
- Kein WLAN im Wohnbereich, nur im Restaurant, und dort etwas inkonsistent.
- Choppy waters, außer bei Ost-Wind (offshore), den es aber nur im Hochwinter gibt.
Fazit: wenn man auf seine Füße gut aufpasst, sich vorab mit Rachid auf einen Ausflugsmodus einigt oder selbst ein Auto organisiert, ein Traum-Platz, vor allem für Naturgenießer und Menschen, die die Ruhe zu schätzen wissen.

PS: und weil meine fliegenden Freunde alle danach gefragt haben: ja, die Gegend ist auch fliegbar! siehe hier und hier.